Recht und Gesetz – nix mehr für uns

Ich hatte eine angeregte Unterhaltung mit einer Juristin. Gegenstand war ein Gerichtsurteil aus dem letzten Jahr zum Thema Aktfotografie, das mich schon damals bedenklich gestimmt hat. (https://www.lawblog.de/index.php/archives/2014/05/22/nacktbilder-haben-verfallsdatum/)

Meine Gesprächspartnerin hat mir erklärt, dass ich als Laie gar keine Möglichkeit hätte, das Urteil zu verstehen.

Juristische Texte seien exakt formuliert, und in einer ihrer eigenen Sprache. Jedes einzelne Wort hätte eine präzise Bedeutung, und nur eine, wie ein Term in einer mathematischen Formel.

Bald kam sie zur Feststellung, dass auch die Experten, sie und ihre Kollegen, die Gesetzestexte, auf denen sie ihre Entscheidungen basieren, nicht verstehen können. Sondern sich der Materie höchstens auf einem verschlungenen Weg aus Versuch und Irrtum annähern können.

Thomas Fischer bestätigt das gerade in seiner Kolumne auf Zeit online:


Früher, als ich noch jung und naiv war, lebte ich mal in der Vorstellung, Recht und Staat sollten der Bevölkerung dienen…

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